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Julian Krauth  

Das bin ichTja und nun zu mir:

 

Ich bin im September 1987 geboren und wohnte jetzt schon fast 7 Jahre in Rosenberg-Hirschlanden. Das Abitur am GTO habe ich mittlerweile gut hinter mich gebracht und bin gespannt was jetzt so alles auf mich zukommen wird. Ab dem 14.08.07 werde ich meine Eltern, meine 3 Geschwister, unseren Hund Henry sowie viele Freunde und Verwandte ganz alleine zurücklassen müssen… ;-). Ich hoffe, dass wir über diese Seite den Kontakt halten können und freue mich natürlich schon auf eure Mails und Gästebucheinträge. Ob ich meinen Wunsch, nach diesem Jahr Physik zu studieren, auch in die Tat umsetzen werde, ist noch ungewiss. Wer weiß, was da noch alles dazwischenkommt…

 

Wie es zu diesem Jahr kam

 

Im Frühjahr 2006 - als die Musterung anstand - hab ich mir eigentlich das erste Mal Gedanken darüber gemacht, ob ich tatsächlich „daheim“ Zivildienst machen sollte; dass ich nicht zum Bund gehen würde, stand eigentlich schon von vorneherein fest… Ich hatte mich ein bisschen umgehört, was es hier für Möglichkeiten gibt und habe damit angefangen mich für den Anderen Dienst im Ausland zu interessieren – nicht zuletzt, weil ich auch einfach mal fort wollte, etwas ganz anderes, neues erleben. Mit Ephraim habe ich dann lange Listen von Trägerorganisationen durchforstet. Auf den ersten Blick sah es so aus, als ob einem die ganze Welt offen stünde. Nach genauerem Hinsehen konnte ich allerdings viele, viele Organisationen von der Liste streichen. Manche waren insgesamt einfach etwas seltsam, andere wollten nur Freiwillige aus ihrer Umgebung und wieder andere wollten seltsamerweise nur katholische aufnehmen…Zuletzt hatte ich ca. 3 Organisationen, bei denen ich vorhatte, mich zu bewerben. Bei zwei habe ich das dann auch getan. Bei den anderen waren mir Vorbereitungsseminar in Neckar-Zimmerndie Bewerbungsbögen einfach zu lang.

Mein Wunsch war es nach Afrika zu gehen. Südamerika wäre ja auch sehr interessant, aber dafür wurde ja Spanisch bzw. Portugiesisch vorausgesetzt. Die erste Organisation war das EMS (Evangelisches Missionswerk Südwestdeutschland) und die zweite später dann die Arbeitsstelle Frieden, eine Abteilung der badischen Landeskirche. Das EMS-Bewerbungsseminar war allerdings erst im Januar, und so waren Ephraim und ich zuerst bei dem Auswahlseminar der badischen Landeskirche in Neckar-Zimmern. Hier habe ich erfahren, dass man kein perfektes Spanisch können muss, um nach Lateinamerika zu gehen, da vor Ort noch ein Sprachkurs stattfinden wird. So habe ich mir ernsthaft Gedanken darüber gemacht, ob ich nicht doch nach Lateinamerika gehen sollte – aber wohin? Da hab ich echt noch nicht gewusst, was das Beste ist, und so hab ich dort auf einem Zettel eine Stelle in Nicaragua und zwei in Italien angegeben. Aber wieso auf einmal Italien? Ich war so durcheinander von den vielen Möglichkeiten und wusste ja noch nicht wirklich viel über diese Stellen… und Vorbereitungsseminar in Neckar-Zimmernvielleicht war es ja doch besser nicht so weit fort zu gehen. Dass ich mir nicht sicher war, wo ich hin will, das habe ich dort dann auch gesagt.

Nach dem Wochenende begann dann das grausame Warten und irgendwann hatten alle möglichen Leute eine Zusage, nur ich nicht – aber ich hatte auch keine Absage und das hat mir Hoffnung gegeben. Mehrere Wochen später kam ein Anruf und mir wurde gesagt, dass man echt nicht wisse, wo man mich hin stecken solle und ob ich mir schon mal überlegt hätte nach Argentinien zu gehen. Leider hatte die badische Landeskirche aber keine Stellen mehr in Argentinien frei und so haben sie mich an das Gustav-Adolf-Werk vermittelt. Falls ich dort nicht genommen würde, könnte ich noch eine Stelle in Sizilien bekommen. Daraufhin habe ich beim EMS abgesagt und Afrika kam somit nicht mehr in Frage. Wieder ein Bewerbungsgespräch, wieder dieses Warten – aber nicht mehr so lange. Schon bald habe ich eine Zusage für eine Stelle in Buenos Aires, Argentinien bekommen und sofort zugesagt. Zufällig habe ich dann von einem Hochschulsprachkurs in Eubigheim gehört und mich gleich angemeldet. Von da an, war jeden Samstag 2,5 Stunden Spanischunterricht angesagt. Der hat mich sozusagen durch das Abi hinweg begleitet. Im Mai und im Juni gab es dann jeweils noch mal ein Vorbereitungswochenende – wieder in Neckar-Zimmern.  Wir hatten dort viel Spaß: Beim nächtlichen Basketballspiel im Flutlicht des Platzes, beim Kickern, beim Reden usw. Es war einfach toll mit einer Gruppe zusammen zu sein, von der man weiß, dass sie sich bald über die ganze Welt verstreuen wird. Man konnte mit „Ehemaligen“ sprechen, viel über andere Kulturen, deren Besonderheiten und Probleme, sowie über die Armut erfahren. Nach dem Abi hat dann die Vorbereitungszeit begonnen, inklusive dem Erstellen dieser Seite. Und am Dienstag, den 14. August 2007 fängt dieser neue Lebensabschnitt für mich an.